Das Wort für heute: Krill

3. Februar 2010

Krill.

Geziefer, Vertikalwanderer, Leuchtfutter; schwebt, leuchtet und nährt. Im Zweifelsfalle Kannibale.

Krill liebt extreme Gegenden, umkreist den Südpol im kalten Ringozean oder dreht sich vor den Lofoten im Moskenstraumen, dem stärksten Mahlstrom der Welt.

Wer Krill frisst und wen Krill frisst, ist manchmal ein und dasselbe. Eindeutig ist die Fressrichtung bei den Bartenwalen hier und den Kieselalgen dort. Auch Eisalgen schlagen eher nicht zurück.

Ansonsten gehören an diverse Stellen der Nahrungskette Hüpferlinge, Flohkrebse, Ruderfußkrebse, juvenile Kalmare, Flügelschnecken, Salpen, Ringelwürmer und Medusen, Nauplien und Ostracoden, Fischlarven sowie die von Stachelhäutern, Würmern und Mollusken, Pinguin, Robbe, Blauwal, Finnwal, Buckelwal, Minkwal und Grauwal, nicht aber deren Läuse und Pocken, dafür aber Rochen, Eisfisch, Mondfisch und der geliebte Albatros, über dessen landseitige Unbeholfenheit wir gnädig den Mantel des Schweigens breiten.

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