Eisweiden, die.

Futterplätze des antarktischen Krills, seinerseits bekannt als lumineszierendes Bartenwalfutter. Nicht zu verwechseln mit den zuweilen verschneite Landschaften bevölkernden Eisweiden, die ähnlich Eislinden und Eisbirken geignet sind, das menschliche Auge ebenso zu verzaubern, wie es der Meeresschnee unter den grünen Eisalgenrasen des südlichen Ozeans vermag.

Auf der Unterseite von Packeis (und Schelfeis?) haben in großer Zahl Eisalgen ihre Wohnung genommen, eine unwiderstehliche Verlockung für den Krill, der flugs und in Schwärmen herbeieilt, die grünen Wiesen abzuweiden. Offenbar ist der Tisch so reich gedeckt, dass den Krillkrebschen vor lauter Gier einiges aus dem Maul fällt und in Form von Spit balls zum Meeresboden sinkt. Um ehrlich zu sein, besteht dieser Partikelregen zu einem Gutteil aus Fecal strings, ganz-, halb- und unverdauten Bröckchen, die das unterseeische Schneetreiben zu einem unübersehbar dichten machen.

Rieselnde Meeresschneeflocken sind also kein Witz noch entstehen sie von Zauberhand. Sie sind schlicht überschießendem zooplanktonischem Stoffwechsel geschuldet und Werk des gemeinen Krills, gewissermaßen Krümel vom Tisch der titelgebenden Eisweiden.

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