Pfeffrig. Ich mag sie sehr, die Kräutersaitlinge. Diesmal mit Sahne:

Butter in der Pfanne schmelzen lassen (stimmt, das auf dem Foto ist keine Pfanne, sondern eines meiner kostbaren MES-Buntstahltöpfchen, das grüne).

Eine halbierte Knoblauchzehe darin anschwitzen, die kleingeschnittenen Cardoncelli dazu und einen Weile brutzeln lassen, viel, viel Petersilie mitrösten, salzen und mit einem Schluck Sahne ablöschen. Kurz reduzieren und Pfeffer drübermahlen.

Dazu gibt’s Weißbrot. Oder Pasta (Penne rigate oder Farfalle oder gerillte Schnecken, jedenfalls keine langen Formate).

Manchmal geht es noch schneller: Olivenöl, Knoblauch, Cardoncelli, Petersilie, Salz und Pfeffer.

Manchmal muss ein Ei dazu: Butter, Zwiebel, Cardoncelli, Salz und Pfeffer, verquirltes Ei unterrühren (es muss noch glänzen am Ende, ein Elend, wenn es zu trocken wird). Und Schnittlauch.

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Apple crumble

14. Oktober 2010

Sonntag. Weil es schon mittlerer Nachmittag war und ich das Rezept für die groß angekündigten norwegischen Kanelsnurrer nicht zu Ende gelesen hatte und plötzlich feststellte, dass der Teig zweimal zwei Stunden gehen muss, und der Kerl sagte, ich will aber die Zimtschnecken jetzt und nicht morgen früh, und auch ich jetzt sofort und ziemlich auf der Stelle was Süßes haben wollte, dachte ich: Mach ich doch einen schnellen Apple crumble. Dann sind auch die kleinen roten, sehr sauren Äpfel verarbeitet, die, aus Bayern mitgebracht, bald auf dem Fensterbrett schrumpeln würden.

Dieser Apple crumble wurde zum besten, den ich je gegessen habe, woran natürlich auch die Äpfelchen von meiner Mutter Apfelbaum ihren Anteil haben. So geht er:

Normalen Haushaltszucker zu goldbraunem Karamell schmelzen lassen.

Die geschälten, vom Kernhaus befreiten, in Spalten geschnittenen und mit Zitrone beträufelten Äpfel dazugeben, wenig Butter und eventuell einen Eßlöffel Wasser dazu, umrühren, ein Lorbeerblatt mitziehen lassen. Die Äpfel angaren und in eine gebutterte Steinzeugform geben. Etwas abkühlen lassen.

Für die Streusel 100 g weiche Butter, 70 bis 80 g Zucker, 50 g geriebene Mandeln und 50 g Mehl verrühren (eventuell mit ein bisschen Vanillezucker, auf jeden Fall mit der obligatorischen Prise Salz, die alles Süße braucht) und über die Äpfel bröseln.

Auf der mittleren Schiene bei 200 °  ca. 30 Minuten backen.

Lauwarm essen, unbedingt mit Sahne. Zwar liebe ich flüssige oder halbgeschlagene Sahne, hierzu mag ich sie steifgeschlagen.

Auch diesem jammervollen Rest  war es nicht vegönnt, den Abend zu erleben.

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Duldungsstarre, die

Bekannt aus der Welt der Schweine, wo ein spezieller, vom Eber fallweise produzierter Duftstoff die Sau für gezielte Zugriffe zum Zweck der Prokreation uneingeschränkt handhabbar macht, ist die Duldungsstarre ein in allen Lebensbereichen und flächendeckend auftretendes, für die Erhaltung des Status Quo hocheffizientes und grundsätzlich den jeweiligen Eber begünstigendes Phänomen.

Und dann sowas: „Der Eber, der ist missgestimmt  …“ !

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